Was passiert mit der Lloyd-Werft?

Marcus Krall

 · 18.07.2016

Was passiert mit der Lloyd-Werft?Foto: Lloyd-Werft

Nachdem der Genting-Konzern die Lloyd-Werft gekauft hatte, schien die Zukunft der Bremerhavener Werft mehr als rosig. Jetzt änderte der neue Eigentümer seine Politik, ein Yacht-Projekt scheint auf Eis zu liegen.

  Lloyd-WerftFoto: Lloyd-Werft
Lloyd-Werft

Mindestens zehn Kreuzfahrtschiffe wollte der asiatische Genting-Konzern auf der Bremerhavener Lloyd-Werft bauen, nachdem man den Standort gekauft hatte. Vor allem sollte damit die eigene Kreuzfahrt-Flotte aufgestockt werden, zu Genting gehören unter anderem Star Cruise und Norwegian Cruise Line.

Nun änderte der neue Eigentümer unter Regie von Tan Sr Lim Kok Thay, der auch den Mehrheitsanteil an der italienischen Wider-Werft hält, seine Politik. Neubauten sollen nur an den Standorten der ebenfalls kürzlichen erworbenen Nordic-Yards-Gruppe entstehen, also in Rostock, Wismar und Stralsund. Dort investiert man wohl rund 100 Millionen Euro.

In puncto Yachten soll die Lage bei der Lloyd-Werft, die vor einigen Jahren die 115 Meter lange „Luna“ ablieferte, derzeit wie folgt aussehen: In den Büros liegt ein fertiges 140-Meter-Konzept für einen bekannten russischen Eigner, dem jedoch noch der „Segen“ des Genting-Managements fehlt. Wenn es nun heißt, dass in Bremerhaven lediglich Umbauten und Refits erledigt werden sollen, scheint das Yacht-Projekt erst einmal auf Eis zu liegen.

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