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Ein Explorer von Feadship

Sören Gehlhaus

 · 06.10.2021

Ein Explorer von FeadshipFoto: Feadship

Die 54,90 Meter lange „Shinkai“ wurde am Standort in Aalsmeer aus der Halle gezogen und an die Ausrüstungspier verholt.

Foto: Feadship

Feadship versah den Explorer mit einem Mast, der das kantige Vitruvius-Exterior erweitert und den Philippe Briand gewohnt detailliert ausarbeitete. An „Shinkai“ wird noch ein Tauchboot geliefert, das 7,2 Tonnen verdrängt. Bereits an Deck steht ein Kran mit beinahe acht Metern Spannweite, der auch den Limotender und das Eignerauto bewegt. Ebenso ungewöhnlich ist ein drei mal drei Meter großer und 23 Tonnen schwerer Kreiselstabilisator von Gyro Marine. Der Hintergrund ist folgender: Der überaus erfahrene Eigner möchte die Nordwest- und Nordostpassage befahren und nicht das Risiko eingehen, sein U-Boot in bestimmten Gewässern nur schwerlich an Deck holen zu können. Dennoch ist das Tankdeck so konzipiert, dass bewegliche Außenfinnen nachgerüstet werden könnten. In den Eisklasse-Stahlrumpf verbaute Feadship den Schwinger eines WASSP-Sonars.

Der 55-Meter-Explorer, dessen Interior auf den Rechnern von Boutsen Design entstand, wird als Nächstes zu Probefahrten auf der herbstlichen Nordsee aufbrechen.

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