Werft-NewsHallberg-Rassys Flaggschiff nimmt Form an

Sören Gehlhaus

 · 01.11.2022

Werft-News: Hallberg-Rassys Flaggschiff nimmt Form anFoto: Hallberg-Rassy

Im schwedischen Kungshamn wurde der 21 Meter lange GFK-Rumpf aus der Form genommen. Die erste Hallberg-Rassy 69 soll im Winter 2023 segeln.

Im Dezember wird der Rumpf am Stammsitz von Hallberg-Rassy in Ellös erwartet. Die Werft hat ihre Wurzeln etwa 100 Kilometer nördlich von Göteborg. In Kungsviken baute der Schwede Harry Hallberg ab 1943 Holzboote. In den 60er Jahren lässt sich der deutsche Bootsbauer Christoph Rassy in den westschwedischen Schären nieder und steht zunächst in Konkurrenz zu Hallberg. Als dieser 1972 in den Ruhestand geht, übernimmt der 2021 verstorbene Christoph Rassy seine Werft. Unter dem Doppelnamen folgt eine internationale Erfolgsgeschichte.

Verlagssonderveröffentlichung

Moderner Frers-Riss mit viel Volumen

Seit 1988 zeichnet der Argentinier Germán Frers die komfortablen Fahrtenyachten mit dem charakteristischen blauen Streifen. Die mit Bugspreit 22,22 Meter messende 69 erhielt einen durchaus modernen Riss mit Doppelruderanlage. Nach achtern verjüngt sich der 5,89 Meter breite GFK-Rumpf kaum und bietet reichlich Raum für die Eignerkabine. Sechs weitere Schlafoptionen für Gäste liegen hinter dem Salonschott. Wer an Bord des 46-Tonners dennoch Unterstützung benötigt, bestellt die Variante mit Schlafplätzen für Kapitän und Deckhand. Angenehme und schön trockene Überfahrten liefert das große Mittelcockpit mit der Hallberg-Rassy-typischen Windschutzscheibe. Unter Deck erwartet die Gäste ein lichtdurchfluteter Salon mit acht großen Fenstern und ungehindertem Ausblick auf das Wasser.

Hallberg-Rassy 69: Die 21-Meter-Slup aus Ellös verfügt über einen Tiefgang von 2,70 Metern, auf Eignerwunsch auch weniger.Foto: Hallberg-Rassy
Hallberg-Rassy 69: Die 21-Meter-Slup aus Ellös verfügt über einen Tiefgang von 2,70 Metern, auf Eignerwunsch auch weniger.

Bei allem Komfort ist die 69 sportlich unterwegs, auch dank ihrer 224 Quadratmeter Segelfläche (am Wind), die an einem 31 Meter in den Himmel ragenden Mast steht. Das Hallberg-Rassy-Flaggschiff soll vor allem durch einfaches Handling überzeugen. „Knopfdrucksegeln“ ist der Ausdruck dafür, den sich das Unternehmen als eingetragenes Warenzeichen exklusiv gesichert hat. In die Marina schiebt ein 221 Kilowatt starker Volvo-Penta-Diesel, der in einem begehbaren Motorenraum arbeitet und von Bug- sowie Heckstrahler unterstützt wird. Baunummer 001 segelt Ende 2023 vor Ellös.

Weitere Informationen gibt es hier.

Feierlicher Moment: Die zweiteilige Negativform wird zur Seite gerollt.Foto: Hallberg-Rassy
Feierlicher Moment: Die zweiteilige Negativform wird zur Seite gerollt.

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