Segelyachten

Crashtest bestanden: „Hetairos“

Boote Exclusiv

 · 01.05.2012

Crashtest bestanden: „Hetairos“Foto: boote exclusiv

„Hetairos“ rettete bei einer Grundberührung vor St. Barth ihre Kielbombe mit Knautschzone. Eine APM-Erfindung.

  "Hetairos"Foto: boote exclusiv
"Hetairos"

Bucket Regatta vor St. Barth, Ende März: Während es für viele Eigner das vielleicht schönste Event des Jahres ist (S. 28), krachte die 67 Meter lange Kohlefaser-Ketsch „Hetairos“ (Heft 2/12) während einer Wettfahrt vor der bei VIPs beliebten Karibikinsel auf einen Unterwasserfelsen.

„Beim Runden der kleinen Insel Petit Groupers, etwa 20 Minuten vor dem Ziel, segelte „Hetairos“ aufgrund des unsportlichen und regelwidrigen Verhaltens einer anderen Super-Maxi mit etwa acht Knoten Fahrt auf das Hindernis“, beschreibt Projektmanager Jens Cornelsen die Situation. „Beim Aufprall riss die 18 Tonnen schwere Crashzone der Bleibombe an der Sollbruchstelle ab, "Hetairos" konnte danach aber die Wettfahrt noch unter Segeln beenden.“ Die darauf folgenden Regatten musste der Eigner allerdings absagen.

  "Hetairos"Foto: boote exclusiv
"Hetairos"

Neun Meter ragt der Zwei-Stufen-Liftkiel der 67 Meter langen Kohlefaser-Ketsch „Hetairos“ in die Tiefe. Dort unten sorgt eine elf Meter lange und 63 Tonnen schwere Bleibombe zusammen mit einer 28 Tonnen schweren Kielfinne aus Duplex-Stahl für das nötige aufrichtende Moment. Der Tiefgang ist extrem und die Stabilität garantierende Bleibombe damit ungeschützt und exponiert.

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"Hetairos"

Ein Zustand, den die renommierten Kielbauer von APM mit einer „Crash-Safe-Keel“ getauften Entwicklung eli-minieren. Eine mit mehreren tiefen Rillen versehene Crashzone an der Vorderseite des gewaltigen Bleigusses absorbiert im Falle einer Kollision laut APM-Chef Matteo Caglieris äußerst effektiv bis zu 70 Prozent der Aufprall-energie. Die Wirkungsweise gleicht dereiner Pkw-Knautschzone.

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