Launch NewsLürssens Freiluftoper zum Stapellauf

Sören Gehlhaus

 · 22.09.2022

Launch News: Lürssens Freiluftoper zum StapellaufFoto: youtube.com/LurssenYachtsGermany

Das Ausdocken der 146 Meter langen „Opera“ begleiteten eine Sopranistin und ein Filmteam im Auftrag von Lürssen.

Auch wenn Lürssen das 1966 erbaute Dock 10 durch eine architektonisch ansprechende Dachkonstruktion aufwertete, so zeigte sich an diesem Morgen doch ein solides schiffbauliches Ambiente. Hochglanzpolierte Edelstahlteile, Propeller, Pallen und Werftmitarbeiter in neongelben Warnwesten. Mittendrin eine Opernsängerin, die in roter Abendrobe eine Arie schmettert. Dabei steht sie zunächst auf einer Achterdeck-Auskragung, wie sie bereits auf der vor gut zwei Monaten abgelieferten „Blue“ zu finden ist. Auch die Aufbauten mit den integrierten Klappen für die Rettungsboote und das Topdeck mit den markanten Endrohren sprechen für einen weiteren Giga-Entwurf von Terence Disdale.

Perfekte Bühne: Eine Sopranisten besang das Ausdocken. Unter dem heckseitigen Balkon liegt der tresorartige Zugang zum Beachclub.Foto: youtube.com/LurssenYachtsGermany
Perfekte Bühne: Eine Sopranisten besang das Ausdocken. Unter dem heckseitigen Balkon liegt der tresorartige Zugang zum Beachclub.

Und wie bereits beim Launch der 160 Meter langen „Blue“ sparte sich der Eigner das Aufheben um den eigentlichen Yachtnamen und blieb bei der Projektbezeichnung „Opera“. Eine weitere Parallele zu „Blue“ war noch im Dock liegend und in dem Video zu erkennen. Die 146 Meter vertrauen im Heck ebenso auf zwei äußere Wellenanlagen mit Verstellpropellern sowie auf einen zentralen Pod-Antrieb.

146-Meter-„Opera“: Die Aufbauten mit den integrierten Klappen für die Rettungsboote und das Topdeck mit den markanten Endrohren sprechen für einen weiteren Giga-Entwurf von Terence Disdale, der auch die im Sommer abgelieferte 160-Meter-Lürssen „Blue“ zeichnete.Foto: youtube.com/LurssenYachtsGermany
146-Meter-„Opera“: Die Aufbauten mit den integrierten Klappen für die Rettungsboote und das Topdeck mit den markanten Endrohren sprechen für einen weiteren Giga-Entwurf von Terence Disdale, der auch die im Sommer abgelieferte 160-Meter-Lürssen „Blue“ zeichnete.

Bei „Opera“ soll es sich um den Folge-Auftrag zu dem Lürssen-Projekt „Sassi“ handeln, auf dem vor vier Jahren in Bremen Aumund ein Großfeuer ausbrach, das die weit fortgeschrittene Yacht nahezu komplett zerstörte. Aus dem Rückbau in Hamburg soll lediglich der Motorenraum als Basis hervorgegangen sein. Im Sommer 2021 nahm das umgebaute Dock 10 den 146 Meter langen Stahl-Alu-Kasko auf. Nachdem das mit einer Länge von 287 Metern größte überdachte Schwimmdock Europas mitsamt dem fertig lackierten Inhalt nach Bremen verschleppt wurde, musste noch in den Neustädter Hafen verholt werden. Erst dort reichte die Wassertiefe zum Absenken und Freigeben von „Opera“ aus.

Die Arbeiten an „Opera“ begannen in Hamburg. In Dock 10 ging es nach Bremen Berne und weiter zum Ausdocken in den Neustädter Hafen. Die letzte Position  ist der Ausrüstungskai am Lürssen-Standort in Bremen Aumund.Foto: youtube.com/LurssenYachtsGermany
Die Arbeiten an „Opera“ begannen in Hamburg. In Dock 10 ging es nach Bremen Berne und weiter zum Ausdocken in den Neustädter Hafen. Die letzte Position ist der Ausrüstungskai am Lürssen-Standort in Bremen Aumund.

Bei solch einem Launch-Aufwand und der Vorgeschichte von „Opera“ ist ein Zeremoniell, wie es das Video zeigt, nicht weiter verwunderlich.

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