Havarie von „Aria SF“Erst ausgebrannt, dann gesunken

Sören Gehlhaus

 · 18.08.2022

Havarie von „Aria SF“: Erst ausgebrannt, dann gesunkenFoto: Salvamento Marítimo

Vier Monate nach dem Launch bei ISA Yachts in Ancona fing der 44,30 Meter Stahl-Alu-Bau vor Formentera Feuer.

Zum Brand kam es am Donnerstag, den 11. August aus noch ungeklärten Umständen. Es soll keine Verletzten gegeben haben. Tags darauf schleppte die spanische Gesellschaft für Seerettung (Salvamento Marítimo) „Aria SF“ oder das, was davon übriggeblieben war, vor die Südküste Ibizas. Dort sollte ein vom Eigner beauftragtes Unternehmen die Bergungsarbeiten durchführen. Schließlich sank die Yacht am 13. August.

Rund um die zwölf Meter tiefe Untergangsstelle vor Cap Martinet liegt der Fokus des Havariekommandos darauf, eine Kontamination durch Kraft- und Schmierstoffe sowie Hydrauliköl zu verhindern. Laut dem Lokalmedium Periódico de Ibiza y Formentera werden die Arbeiten mit einer hochmodernen Technologie, dem so genannten Hot Tapping durchgeführt, bei dem die Flüssigkeiten kontrolliert mit einem Schlauch an die Oberfläche gesaugt und anschließend zu einem zugelassenen Abfallentsorger an Land gebracht werden.

„Aria SF“ ist die erste ISA Granturismo 45 und sollte auf den Messen in Cannes und Monaco gezeigt werden. Das neue Modell, von dem zwei weitere Einheit im Bau sind, entwickelte Designer Enrico Gobbi gemeinsam mit ISA in Anlehnung an das viel beachtete 66-Meter-Customformat „Okto“.

Die 44,30 Meter lange „Aria SF“ wenige Wochen nach ihrem Launch. Das Exterior orientiert sich an dem Gobbi-Design „Okto“.Foto: ISA Yachts
Die 44,30 Meter lange „Aria SF“ wenige Wochen nach ihrem Launch. Das Exterior orientiert sich an dem Gobbi-Design „Okto“.

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