Motoryachten

Fincantieri: 99 Meter verbrennen mit Duel-Fuel auch Flüssiggas.

Martin Hager

 · 10.07.2012

Fincantieri: 99 Meter verbrennen mit Duel-Fuel auch Flüssiggas.Foto: boote exclusiv

Visionäres Energiekonzept - Dual-Fuel nennt sich ein Wärtsilä-Motor, der Yachten auch mit Flüssiggas antreibt.

  "XVintage": Der 99 meter lange Explorer soll hybrid mit Diesel und LNG reisen.Foto: boote exclusiv
"XVintage": Der 99 meter lange Explorer soll hybrid mit Diesel und LNG reisen.

Die Abkürzung LNG steht für Flüssigerdgas (engl. Liquified Natural Gas), das in Zukunft nach Meinung von Energieexperten des Germanischen Lloyd verstärkt auch als Yacht- und Schiffskraftstoff zum Einsatz kommen wird.

Die Nutzung des bei Temperaturen unter minus 160 Grad Celsius verflüssigten Erdgases als alternativer Treib-stoff bietet sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile. So ist LNG schwefelfrei und verringert dank des im Vergleich zu Marinedieselöl geringeren Kohlenstoffanteils die Kohlendioxid-Emissionen in erheblichem Maße. Im Gas- Modus würden Yachten sogar gemäß der strengen Abgasrichtlinien IMO Tier III fahren, die erst 2016 in Kraft treten.

Zudem soll die Nutzung von LNG den Fachleuten zufolge langfristig Kostenvorteile bringen. Der finnische Schiffsmotoren-Hersteller Wärtsilä entwickelte aus diesen Gründen einen Dual-Fuel-Motor mit der Bezeichnung 20DF, der es dem Kapitän erlaubt, zu jeder Zeit flexibel zwischen den verschiedenen Brennstoffen LNG,

Diesel, Schweröl oder flüssigem Biokraftstoff zu wählen – je nach Einsatzort, Verfügbarkeit und Bunker-möglichkeiten. Die Finnen konzipierten die Antriebseinheiten so, dass die Aggregate, sollte ein Bunker leer werden, automatisch von einem Treibstoff auf den nächsten springen kann, ohne dass sich die Motorleistung und damit die Geschwindigkeit reduziert.

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