„Amadea“ bleibt in Fidschi

„Amadea“ bleibt in FidschiFoto: Peter Seyfferth
„Amadea“ bleibt in Fidschi

Der Oberste Gerichtshof des Inselstaates gab dem US-Antrag auf Beschlagnahme statt. Von der Taskforce KleptoCapture einkassierten Yachten könnte die Veräußerung drohen.

Der 106 Meter lange Lürssen-Bau aus dem Jahr 2017 hatte am 12. April 2022 in Lautoka festgemacht, einer Stadt im Nordwesten von Fidschis Hauptinsel. „Amadea“ soll sich im Besitz des russischen Oligarchen Suleiman Kerimow befinden, den sowohl USA als auch EU mit Sanktionen belegt haben. Lokale Medien berichten, dass Anwälte, die den Eigner vertreten, versucht haben eine einstweilige Verfügung zu erwirken, um so eine bevorstehende Beschlagnahme zu verhindern. Zudem präsentierte man Eduard Chudainatow als eigentlichen Besitzer. Den Ex-Rosneft-Chef führten italienische Behörden bereits als Eigner der 140-Meter-Lürssen „Scheherazade“ an.

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Chuck Schumer, Mehrheitsführer im US-Senat, will die rechtlichen Grundlagen dafür schaffen, dass den Beschlagnahmen durch die Taskforce KleptoCapture auch Veräußerungen folgen. Die Erlöse sollen als militärische und humanitäre Hilfe für die Ukraine dienen.

Währenddessen bringen sich auffällig viele Superyachten in der Türkei in Position, wohl um über den Bosporus in das Schwarze Meer zu gelangen. Bereits russische Gestade haben „Universe“ und „Clio“ erreicht, die aus den Malediven über den Suezkanal kam.

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