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Lürssen lieferte „Nord“ ab

Sören Gehlhaus

 · 02.03.2021

Lürssen lieferte „Nord“ abFoto: Carl Groll

Das 141,60 Meter lange und 19,50 Meter breite Gigaformat ist von Bremen zur Jungfernfahrt ins Mittelmeer aufgebrochen.

  Nuvolari-Lenard-Signets: schwarzer Mast, Aufbauten-Bogen und achterlicher Hauptdeck-Pool. Neu dazu gekommen ist der Heli-Bug, der an Flugzeugträger erinnert.Foto: Carl Groll
Nuvolari-Lenard-Signets: schwarzer Mast, Aufbauten-Bogen und achterlicher Hauptdeck-Pool. Neu dazu gekommen ist der Heli-Bug, der an Flugzeugträger erinnert.

Dass der „Nord“-Eigner Nuvolari Lenard mit der Außengestaltung beauftragte, dürfte dem geschulten Auge sofort auffallen. Schließlich ist das Designbüro aus Venetien bekannt dafür, Masten in schwarz zu halten, den Bogen von Aufbauten zum Rumpf zu schlagen und den Pool ganz achtern auf dem Hauptdeck anzusiedeln. Ob der Bug im Stile eines Flugzeugträgers ebenso Schule machen wird, bleibt abzuwarten. Dan Lenard, der mit seinem Team auch das Interior ausarbeitete, äußert sich zum Schaffensprozess: „,Nord’ wurde mit einer Idee im Hinterkopf entworfen: Sie soll bei jedem Betrachter starke Emotionen hervorrufen, nicht nur durch schiere Größe, sondern durch das Design selbst. Niemand sollte kalt gelassen werden“, so Lenard. „Ob man das Design nun mag oder nicht, es fällt auf. ,Nord’ geht über traditionelles Yachtdesigns hinaus. Sie ist ein Kriegsschiff, das einen Smoking trägt, ein Explorer mit der Eleganz einer Gentleman-Yacht. Wir haben eine neue Richtung im Yachtdesign eingeschlagen.“

Peter Lürssens Worte zum Abschied lauteten: „Wir bei Lürssen glauben, dass es beim Bau einer Yacht wichtig ist, im Team zu arbeiten, und um ein solch umfassendes Projekt durchzuführen, ist ein exzellentes Team notwendig,“ unterstreicht Lürssens geschäftsführender Gesellschafter. „Wir freuen uns darauf, dass ,Nord’ ihren Platz unter ihresgleichen findet, als ein bemerkenswertes Statement im Großyachtbau, das auf einem starken Design und fachmännischer Ingenieurskunst basiert.“ Den komplexen, unter vier Jahre dauernden Bau überwachte Moran Yacht & Ship aus Fort Lauderdale.

AIS-Dienste zeigen an, dass die 141,60 Meter nach Tankstopp in Gibraltar auf dem Weg in das nördliche Mittelmeer sind und sicher auch Monaco seine Aufwartung machen werden.

  Adieu Lürssen: Die 141,60 Meter lange „Nord“ in Lotsenbegleitung auf dem Weg ins Mittelmeer.Foto: Carl Groll
Adieu Lürssen: Die 141,60 Meter lange „Nord“ in Lotsenbegleitung auf dem Weg ins Mittelmeer.

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