Der Gigant von der Adria

03.11.2013 Marcus Krall - Die Costruzioni e Riparazioni Navali kennt die Branche nur noch unter den drei Buchstaben CRN. Die Werft in Ancona sorgt dafür, dass in der Ferretti Group die großen Längen nicht zu kurz kommen. Schon Agnelli und der Emir von Katar ließen hier bauen. Jetzt feiern die Italiener ihren 50. Geburtstag.

50 Jahre CRN
© Paradisi, Zitti/CRN
50 Jahre CRN

Es sind Namen, die sich einprägen: "Chopi Chopi", "Darlings Danama" oder "J’Ade". BOOTE EXCLUSIV-Lesern sind sie vertraut, aus der Lektüre der letzten Monate. Zu den Gemeinsamkeiten gehört auch ihre Werft, die Costruzioni e Riparazioni Navali in Ancona, abgekürzt CRN.
Im letzten Jahrzehnt lieferten die Italie­ner Einheiten zwischen 46 Metern – darunter "Clarena" (Ex-"Kooilust Mare") – und 80 Metern, "Chopi Chopi". Und dieses Jahrzehnt ist bereits das jüngste von fünfen. In diesem Jahr feiert CRN das fünfzigste Jubiläum, keine schlechte Nachricht in einer Branche, die überhaupt erst in den letzten fünfundzwanzig Jahren so richtig in Schwung gekommen ist und darum viele Neugründungen sah. Fast möchte man bei CRN schon von gewachsener Tradition sprechen. Nur einige wenige deutsche und holländische Werften können auf längere Jahre zurückblicken. Zu den Meilensteinen gehört ohne Zweifel die Integration der Werft in die Ferretti Group im Jahre 1999. Seitdem steht CRN für die Spitzenerzeugnisse des Konsortiums, für die großen Einzelbauten.
Treibende Kraft war damals Lamberto Tacoli. Der hatte 1996 zusammen mit Norberto Ferretti die Custom Line gegründet, mit Längen zwischen 30 und 43 Metern aus GFK. Mit CRN sah Tacoli für die Ferretti Group die Chance, in die klassischen Werkstoffe Stahl und Aluminium und damit in die Königsklasse einzusteigen. Über die Positionen Sales & Marketing von Custom Line und CRN erreichte Tacoli den Vorsitz bei CRN und nennt sich heute CEO der Group.
Die CRN-Geschichte begann 1963 mit der Gründung durch Sanzio Nicolini am Standort Ancona unter gleichem Namen, unter dessen Abkürzung die Werft später ihren Bekanntheitsgrad erreichte. Zur Verfügung stand eine Werkstatt aus Kriegszeiten. Nicolini baute bereits damals aus Stahl, zu einer Zeit, als für kleinere Formate Holz als bevorzugter Werkstoff galt. Bis 2004 lieferte CRN ausschließlich Stahlrümpfe, danach kam auch GFK ins Spiel.

Den kompletten Artikel lesen Sie in BOOTE EXCLUSIV 6/13.
 

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