Eine ganz andere Perspektive Eine ganz andere Perspektive Eine ganz andere Perspektive

Eine ganz andere Perspektive

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 • Publiziert vor 8 Jahren

Mit der Admiral 35 „Be Cool” baute die Cantieri Navali Lavagna einen aggressiven Gleiter im Dini-Design.

Be Cool

Hier muss man schon zweimal hinsehen. Ahnungslose laufen im Salon der „Be Cool” Gefahr, sich hoffnungslos zu blamieren. Auch beim zweiten Blick stehen hier nämlich Möbel, die so gar nicht zueinander zu passen scheinen. Gegenüber einem ledernen Sofa im englischen Clubstil mit passender Fußbank flegelt sich ein legerer stoffbezogener Dreisitzer an die Wand des Aufbaus. Daneben gieren zwei Sesselchen mit einer Polsterung im Zebra-Look um Aufmerksamkeit. Ihnen gegenüber bietet ein Sofa seine Bequemlichkeit an, das auch gut in einer Studentenbude der Siebziger hätte stehen können, wenn es nicht gerade die Dormeuse „Charlotte” von Baxter wäre.

Polsterwelten: Den Salon beherrschen Sofas und Sessel von Baxter und Le Padova.

Was hier so zufällig aussieht und bei ungeschulten Gästen als Abstellraum durchgehen würde, ist ein eklektizistisches Arrangement, das sich das Studio Magazzini Associati in Rom hat einfallen lassen, unter Anleitung von Guiseppina Arena, der verantwortlichen Werftmanagerin von CNL für das Interieur Design des 35 Meter langen Aluminium-Gleiters eines offenbar eher ungewöhnlich orientierten Eigners. Der liebt nämlich nicht nur eines der Monroe-Motive von Warhol, das er im Speiseraum aufhängen ließ. Er mag auch einen Mao-Warhol im Salon und ein Profil des Commandante Che Guevara aus kleinen Leuchten. Das hat er in der VIP-Suite auf dem Unterdeck aufstellen lassen.

Sundeck: Auch hier oben wünschte der Eigner eine klare Optik und Effizienz.

Kurz, der Mann mag das bewährt Unkonventionelle. Dazu gehören dann auch metallene Furniere, titanbeschichtete Sideboards und ein Fitnesscenter unter freiem Himmel. Aber das ist bei der Besichtigung erst einmal noch gar nicht an der Reihe, denn innerhalb des schnellen Gleiters gibt es noch genug zu sehen, allein bereits hier im Salon. Am achteren Ende vor den geätzten elektrischen Schiebetüren zum Cockpit versteckten die Inneneinrichter die Unterhaltungselektronik hinter einem wandhohen Spiegel. Der dient nicht allein dem Narzissmus, sondern auch als Projektionsfläche für Discobeleuchtung oder Aquariumssimulationen.

Schlagwörter: Cantieri Navali Lavagna Gleiter


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    04.07.2012