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Ein Vierteljahrhundert Dölker + Voges

Ein Vierteljahrhundert Dölker + Voges

Die Hamburger Design-, Konstruktions- und Management-Adresse feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Ein Rückblick.

Felix Dölker und Robert Voges, zwei Tischlermeister aus Münster, beschließen 1997 sich mit der Firma Dölker + Voges (D+V) selbstständig zu machen. Ein Schwerpunkt des Büros war damals – und ist es auch heute noch – die Nettoraumplanung, also die Erarbeitung des Raumvolumens, das dem Innenausbau tatsächlich zur Verfügung steht. In diesem Segment schmückt die eindrucksvolle Referenzliste von D+V sich mit Formaten wie der 143 Meter langen „Sailing Yacht A“, der 156-Meter-Lürssen „Dilbar“ oder der aktuell mit 180 Metern längsten Yacht der Welt, „Azzam“.

  „Sailing Yacht A“: Die komplette Konzepterstellung des segelnden Superlativs stammt von D+V, das finale Styling und Design übernahm Philippe Starck.
„Sailing Yacht A“: Die komplette Konzepterstellung des segelnden Superlativs stammt von D+V, das finale Styling und Design übernahm Philippe Starck.

„Mit einem Lächeln denke ich an die Zeit zurück, als Felix Dölker und ich uns vor 25 Jahren mit der Absicht, nur zu zweit zu arbeiten, selbstständig gemacht haben, um möglichst flexibel und frei zu bleiben. Zum Glück hat sich überraschend schnell gezeigt, dass wir dieses Vorhaben nicht halten konnten und ich das 25. Jubiläumsjahr mit einem exzellent ausgebildeten und höchst motivierten Team feiern darf“, blickt Robert Voges zurück. Sein Geschäftspartner Felix Dölker stirbt Ende 2018 im Alter von nur 57 Jahren völlig unerwartet.

  Teamwork: Das Büro von Dölker + Voges liegt in Hamburg Ottensen. Yachtprojekte in ganz Europa erfordern eine große Reisebereitschaft.
Teamwork: Das Büro von Dölker + Voges liegt in Hamburg Ottensen. Yachtprojekte in ganz Europa erfordern eine große Reisebereitschaft.

Die Aufträge, an denen D+V arbeitet, laufen indes weiter, und einige neue Projekte kommen hinzu, die von dem 17-köpfigen Team gewissenhaft wie eh und je bearbeitet werden. „Uns war von Anfang an klar, dass Felix nicht ersetzt werden kann. Aber wir merkten schnell, dass wir unsere Struktur anpassen müssen. Wir haben jetzt ein Führungsteam aus unserem eigenen langjährigen Stamm-Team aufgestellt, das genau weiß, wofür Dölker + Voges steht und wie unsere Arbeitsphilosophie aussieht. Unser Studio ist jetzt neu strukturiert und funktioniert sehr gut“, berichtet Robert Voges zufrieden im letzten BOOTE EXCLUSIV-Artikel.

  Entwurf und Endergebnis: Das Interior der sechstgrößten Segelyacht der Welt „Aquijo“ entstand in enger Zusammenarbeit mit der Eignergattin.
Entwurf und Endergebnis: Das Interior der sechstgrößten Segelyacht der Welt „Aquijo“ entstand in enger Zusammenarbeit mit der Eignergattin.

Neben all den technischen Aspekten des Yachtbaus, die D+V betreut und zu denen neben der Netspace-Planung auch das Interior-Management von Werften und die finale Ausrüstungsüberwachung von Neubauten gehört, erarbeitete sich das Hamburger Studio peu à peu einen Namen als Yachtdesigner, was sowohl die Gestaltung von Interiors als auch von Exteriors betrifft. „Wir haben über all die Jahre mit unserer Designabteilung gestalterisch an zahlreichen Yachtneubauten mitgewirkt, von denen manche auch über die Superyachtwelt hinaus für Furore sorgten“, so Voges stolz, der mit seinem Team an der kompletten Konzepterstellung von „Sailing Yacht A“ beteiligt war.

Mittlerweile hat Dölker + Voges an mehr als 100 Yacht Projekten wie „Fulk Al Salamah“, „Aquijo“ mitgewirkt und Erfahrung sowie Kompetenz in den Schwerpunkten Design, Management und Konstruktion akribisch erweitert.

  „Fulk Al Salamah“: Die weltweit drittgrößte Yacht fungiert als Support-Schiff der 155 Meter langen „Al Said“. Dölker + Voges entwarfen das Ex- und Interior.
„Fulk Al Salamah“: Die weltweit drittgrößte Yacht fungiert als Support-Schiff der 155 Meter langen „Al Said“. Dölker + Voges entwarfen das Ex- und Interior.

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