Bühne frei!

Martin Hager

 · 01.09.2015

Bühne frei!Foto: Unbekannt

Vom 23. bis 26. September legt zur 25. Monaco Yacht Show erneut die Crème der Branche an. Im Port Hercules muss allerdings gebaut werden.

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Es ist wieder so weit. Der Flughafen in Nizza verzeichnet eine Rekorddichte an Privatjets, jedes Hotelbett an der östlichen Côte d’Azur ist gebucht und ein Ankerplatz zwischen Cap d’Ail und dem Cap Martin kaum
noch frei. Es ist Ende September, und die Monaco Yacht Show dominiert das Geschehen im Fürstentum.


Zum 25. Mal versammelt sich die Branche rund um den Port Hercules und zieht Eigner und solche, die es vielleicht einmal werden möchten, auf die weltführende Superyachtmesse. In diesem Jahr müssen sich allerdings selbst erfahrene Aussteller und Besucher neu orientieren: Die Messe bekommt ein anderes Layout. Grund dafür sind Bauarbeiten am Boulevard Albert 1er, wo derzeit ein Parkhaus und ein Museum für die historische Auto­mobilsammlung von Fürst Rainier III gebaut werden. Das "Darse Nord", in dem immer viele Werften und Innenausbauer ausstellten, muss deshalb an den Quai Antoine 1er vor den ehemaligen Yachtclub verlegt werden. Statt einem großen wird das Showmanagement dort zwei Zelte aufbauen – eines mit 2425 und eines mit 400 Quadratmetern Grundfläche. Auch ein eigener Messeeingang ist hier vorgesehen sowie eine sogenannte Pop-up-Bar, wo die Aussteller abseits ihrer Stände Meetings abhalten können.
Aufgewertet wird dieser Bereich der Monaco Yacht Show noch durch die Öffnung des Kreuzfahrtanlegers für 100-m-plus-Yachten. Bei Redaktionsschluss stand zwar noch kein Exponat dieser Größenordnung fest, aber Last-Minute-Buchungen mag es ja vielleicht geben …

  Die Bauarbeiten am Boulevard Albert 1er machen ein neues Boat Show-Layout nötig.Foto: Unbekannt
Die Bauarbeiten am Boulevard Albert 1er machen ein neues Boat Show-Layout nötig.


Da sich die Messe mit ihren 500 Ausstellern (85 % Dauerbucher!) nun um den ganzen Port Hercules herum erstreckt – vom neuen bis zum alten Standort des Yacht Clubs de Monaco – sollen mehr Shuttleboote für bis zu 50 Passagiere zum Einsatz kommen. An Land stehen zudem Golf-Carts bereit, eine Verbindung zwischen T-Jetty und dem Quai Antoine 1er ist in Planung. Pressesprecher Johan Pizzardini sagte: "Mit diesem Setting werden wir die zwei kommenden Shows in jedem Fall bestreiten müssen. Was danach kommt, muss man sehen. In jedem Fall werden die Bauarbeiten während der Show gestoppt, um Lärmbeläs­tigungen zu vermeiden."

  Feadship „Moonsand"Foto: Unbekannt
Feadship „Moonsand"
  "Ester III" von Lürssen.Foto: Unbekannt
"Ester III" von Lürssen.


Besucher, die auch in diesem Jahr 150 Euro Eintritt zahlen, können sich indes erneut über einen Exponat-Rekord freuen. 121 Yachten sollen festmachen, die Durchschnittslänge soll bei 47 Metern liegen. Welche man unbedingt anschauen solle, wird die Redaktion von BOOTE EXCLUSIV immer wieder gefragt. Empfehlungen sind schwer auszusprechen, die Geschmäcker (und Budgets) sind nun einmal sehr verschieden.

  CRN "Yalla"Foto: Unbekannt
CRN "Yalla"
  Baltic "Doryan"Foto: Unbekannt
Baltic "Doryan"


Zu den Highlights der Show gehören sicherlich "Ester III" von Lürssen, "Yalla" und "Atlante" von CRN, "Yersin" von Piriou und "Silver Fast" von Silver Yachts. Die ersten großen Einheiten der Newcomer Sunrise und Tankoa sind garantiert auch einen Besuch wert. Wer es etwas kleiner mag, sollte sich die SF40 von Mondo Marine anschauen, "Taransay" von Rossinavi oder auch den ersten Explorer von Sanlorenzo.

  „Silver Fast" von SilverYachts.Foto: Unbekannt
„Silver Fast" von SilverYachts.
  Claasen zeigt "Atlante".Foto: Unbekannt
Claasen zeigt "Atlante".

Segelyacht-Enthusiasten können mit "Doryan" von Baltic, "Lady G" von Southern Wind, "Atalante" von Claasen und "Solleone" von Nautor vier sehenswerte Slups anschauen, die genau in der Größenordnung liegen, die deutsche Eigner sehr gern kaufen.

  Explorer „Yersin"Foto: Unbekannt
Explorer „Yersin"
  "Lady G" von Southern Wind Shipyard.Foto: Unbekannt
"Lady G" von Southern Wind Shipyard.


Für Pausen steht übrigens die bewähr­te Upper Deck Lounge bereit, ausgestattet von Sabrina Monte-Carlo und Paola Lenti sowie bewirtschaftet vom Private-Dining-Service des Fairmont-Hotels.

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