Das Riesen-Rigg der „A“

Martin Hager

 · 03.10.2015

Das Riesen-Rigg der „A“Foto: Carl Groll
Das Riesen-Rigg der „A“

Magma Structures aus England fertigte die drei knapp 100 Meter langen, frei drehenden Kohlefaser-Masten für die 143 Meter lange „A" (Projekt „White Pearl“).

  Segelyacht „A“, Ablieferung 2016Foto: Carl Groll
Segelyacht „A“, Ablieferung 2016

Die Entwicklung und der Bau der drei gewaltigen Karbon-Konstruktionen dauerte über drei Jahre, die geschwungene Form der Masten lässt darauf schließen, dass „A" mit einem Dschunken-ähnlichen Rigg auf Reisen gehen wird. Die Yacht entsteht derzeit auf dem Kieler Standort der Nobiskrug-Werft und soll ein Volumen besitzen, aus dem man auch sechs 90 Meter lange Motoryachten machen könnte.

Foto: magma structures
Verlagssonderveröffentlichung

Das Rigg wurde für gewaltige Lasten ausgelegt, mehr als 7000 Quadratmeter Segeltuch sollen den extrem voluminösen Gigasegler, der offiziell als ”Motoryacht mit Segel-Unterstützung“ bezeichnet wird, bewegen. Dykstra Naval Architects verantworteten die Berechnung der komplexen Konstruktion, die laut Magma Structures Biegebelastungen von mehr als 40 Nm verträgt – doppelt so viel, wie die Flügel eines Boeing Dreamliner-Flugzeuges.

"A" zählt zu den am besten gehüteten Geheimnissen der aktuellen Großyachtwelt. Umso stärker fiebert die Szene der Ablieferung des Dreimasters im nächsten Jahr entgegen. Das Exterior-Design stammt aus dem Hamburger Designbüro Dölker + Voges in Kooperation mit Designstar Philippe Starck, der auch das Interior entwarf. Starck hatte für „A"-Eigner Andrey Melnichenko schon die 119 Meter lange Motoryacht „A" gestylt. Sie soll Branchengerüchten zufolge zum Verkauf stehen. Für die sehr extravagante Yacht dürfte es indes weltweit nur wenige Potentialkunden geben.

  Motoryacht „A“, abgeliefert 2007Foto: Guillaume Plisson
Motoryacht „A“, abgeliefert 2007