Nautor verbreitert sich

  • Sören Gehlhaus
 • Publiziert vor 2 Monaten

Mit der 88 senkt Swan die Eintrittsschwelle in die Maxiklasse. Das Heck der 26,50 Meter langen Frers-Konstruktion schnürt kaum mehr ein, die Eignerkabine liegt unverrückbar im Bug.

Neues altes Heck: Der Spiegel der Swan 88 ist wieder klassisch konvex geformt und nicht mehr platt wie bei den anderen Maxi Swans. Neu ist ebenfalls der zweistufige Beachclub, Doppelruder sind mittlerweile der Standard bei Nautors großen Modellen.

Die Swan 88 läuft achtern auf nahezu der vollen Breite von 6,72 Metern aus und vertraut auf eine Doppelruderanlage. Der Freibord ragt weit in die Höhe und der Steven verläuft gerade. Modernisierungsmaßnahmen, die mit dem 2018 eingeläuteten Umbau der Cruising-Linie eingeführt wurden. Ein Comeback jedoch feiert der klassisch konvexe Swan-Spiegel, der schräger verläuft und dadurch harmonisch in das Deck übergeht – und eine längere Badeplattform mit einem zweistufigen Beachclub ermöglicht. Es ist eine Abkehr von dem platten Heck mit harter Kante, wie es zunächst die 78 zeigte und später die 98 sowie die 120. Das mag an der Mitwirkung des italienischen Architekten Lucio Micheletti liegen, der Germán Frers bei der Exteriorgestaltung unterstützte.

Moderne Erscheinung: Der Steven ist gerade, der Bugspriet fix und der Mast steht nahezu auf halber Deckslänge.

Frers baute seine Konstruktion auf den Linien der neuen Maxis auf, stellte aber weitreichende Leistungs- und Balance-Berechnungen an und dachte die Rigg-Positionierung und den Segelplan komplett neu. Das Ergebnis: Der Mast steht nahezu auf halber Deckslänge und läuft deutlich durch die markante Aufbautenkappe. Der Deckssprung ist wieder ausgeprägter, wodurch das lang gezogene Süll für ein besser geschütztes Cockpit an Höhe gewinnt. Dahinter lassen verschiebbare Bänke ein variables Layout zu. Es folgen die Arbeitsbereiche des Kapitäns und seiner Deckhand, die über eine Luke in die Crewkabinen gelangen.

Unverrückbar: Die Kabinenaufteilung der Swan 88 sieht den Eigner immer vorn und die Crew achtern.

Anders als bei der 78, 98 und der 120 lässt Nautor den Eignern der 88 keine Wahl bei der Wahl ihres Rückzugsortes, den das Layout hinter dem Bug verortet. Neu sind Rumpffenster für alle Gästekabinen, von denen es je nach Ausführung bis zu drei weitere gibt. Die C-förmigen Sitzgelegenheiten des Salon sind symmetrisch angeordnet, der Niedergang verläuft zentral.

Viel Holz: Das recht hohe, lang gezogene Süll läuft in Teak aus. Die Arbeitsbereiche der Crew sind klar getrennt vom Gäste-Cockpit.

Nautor's Swan offeriert für die 26,50 Meter lange Yacht zwei Festkiel-Varianten mit 3,60 oder vier Metern Tiefgang oder einen Teleskopkiel, der von drei bis 4,60 Metern reicht. Die Krängung wurde konstruktiv auf 20 Grad limitiert, beim Antrieb setzt die finnische Werft auf eine konventionelle Wellenanlage. Das passt zu Germán Frers’ Vorstellung des idealen Swan 88-Eigners: Genuss-Segler, die ein simples, praktisches Boot suchen.

Viel Licht: Für jede Kabine ist ein Rumpffenster vorgesehen.

Wer Leistung über Komfort stellt, wird in der ClubSwan-Linie fündig – aus der mit der 125 derzeit auch ein Maxi-Modell in Finnland im Bau ist. Klassenboss Enrico Chieffi verriet in einer Fragerunde im Anschluss an die virtuelle Pressekonferenz, dass das 42 Meter lange ClubSwan-Flaggschiff im April gewassert und das Regatta-Debüt beim Fastnet Race geben wird.

Themen: NautorNautor's SwanSwan


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