Blaue Stunde bei Lürssen Blaue Stunde bei Lürssen Blaue Stunde bei Lürssen

Blaue Stunde bei Lürssen

  • Sören Gehlhaus
 • Publiziert vor 3 Monaten

Mit Projekt „Blue“ dockte in Bremen ein 160-Meter-Koloss mit klassischen Linien aus.

Lürssen zeigte das 160 Meter lange Projekt „Blue“ genau am Morgen der German Super­yacht Conference. Ebenda und exakt vor zwei Jahren erwähnte Lürssens Verkaufsleiter Michael Breman diesen Auftrag öffentlich. Was sich am Stammsitz in Bremen präsentierte, ist die zweitlängste Lürssen nach „Azzam“, was sie auf Rang fünf der Top-200-Liste von BOOTE EXCLUSIV katapultiert. Vom Volumen her dürfte „Blue“ einen der ersten drei Plätze belegen. Außen bleibt Platz für zwei Helikopter-Landeoptionen: Auf dem Bug setzen bis zu elf Tonnen schwere und auf dem obersten Deck Aerotender mit maximal sechs Tonnen Abfluggewicht auf. Seitlich öffnen sich Rumpfklappen sowohl auf dem Hauptdeck als auch knapp über der Wasseroberfläche. Das Sundeck bestimmt vorn ein riesiger Whirlpool und mittschiffs ein dunkler Gerätemast mit Radardom-Quartett und zu den Seiten je fünf Endrohren. Ein Pool ist auf den Außendecks nicht auszumachen. Die klassischen Linien des Siebendeckers mit den streng parallelen Decks könnten von Terence Disdale oder Tim Heywood stammen. Die Nocks, das Vorschiff ohne Rumpfkanten und vor allem die Rippen zu den Seiten des Masts sprechen für Disdale, die Rundungen des Sonnendecks lassen leise Hoffnung für alle Heywood-Fans aufkommen. So oder so suggerieren die vergleichsweise kleinen Fenster und Außenbereiche einen Eigner aus dem Nahen Osten.

Christian Eckardt

Themen: BremenGigaLürssen


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