Ferretti und Sanlorenzo wollen Perini Navi retten

  • Sören Gehlhaus
 • Publiziert vor einem Jahr

Die italienischen Großwerften bilden zu gleichen Teilen das Jointventure NewCo und arbeiten an einem Übernahmeangebot. Eine Unternehmensversteigerung wäre damit obsolet.

Vorausgegangen war, dass Perini Navi am 29. Januar 2021 durch ein Gericht in Lucca für insolvent erklärt wurde. Die Übernahme durch das neu gebildete Jointventure NewCo würde die Markenrechte, Vermögenswerte und die Geschäfte in Italien umfassen. Sanlorenzos Vorstandsvorsitzender Massimo Perotti spricht von einer historischen Allianz, Alberto Galassi, CEO der Ferretti-Gruppe, betont die Erhaltung der Arbeitsplätze und die Absicherung der Lieferketten. Vertreter von NewCo haben sich bereits mit dem Insolvenzverwalter getroffen.

Eine gemeinschaftliche Übernahme würde ein geteiltes Risiko bedeuten und dürfte auch kartellrechtlich wasserdicht sein. Außerdem umgingen die Ferretti-Gruppe und Sanlorenzo damit einen Wettstreit im Bieterverfahren. Für eine mögliche Unternehmensversteigerung hatten sich auch die Italian Sea Group (Admiral, Tecnomar) aus Marina di Carrara und Palumbo Superyachts (ISA, Columbus, Extra) aus Ancona in Position gebracht. Letztlich verdeutlicht der gewichtige Schulterschluss die Relevanz von Perini Navi als eine ikonische Marke innerhalb der maritimen Industrie Italiens.

Themen: FerrettiFerretti GroupFerretti-GruppePerini NaviSanlorenzo


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