Gigas im Glasrausch Gigas im Glasrausch Gigas im Glasrausch

Gigas im Glasrausch

  • Sören Gehlhaus
 • Publiziert vor 2 Monaten

Oceanco setzte gleich zweimal hohe Transparenz um. Fensterbänder fluten die Rümpfe und Aufbauten von Y719 (117 Meter, Øino) und Y720 (109 Meter, Sinot).

Hans Esveldt Y719: 117 Meter, große Fenster und ein geradliniger Riss von Espen Øino lassen auf eine „Infinity“-Nachfolgerin schließen.

Bei Oceanco lichten sich die Hallen. Für die zwei jüngsten Gigaprojekte, die bei den Niederländern entstanden, dürfte die Glaszulieferindustrie frohlockt und Alblasserdam den ein oder anderen Besuch abgestattet haben. Man vergleiche nur die vorderen, von großen Fensterflächen durchzogenen Rumpfpartien mit denen von Lürssens Projekt „Blue“. Als Erstes zog es das 117 Meter lange Projekt Y719 auf die Nordsee. Den Øino-Linien nach zu urteilen wird es ein knappes 30-Meter-Upgrade für den Eigner von „Infinity“, einen Oceanco-Bau von 2015. In den Startlöchern steht Y720. Bei den 109 Metern verzichtet Sinot Design vollständig auf Schanzkleider, um den vielen bodentiefen Fenstern keine optischen Barrieren in den Weg zu stellen. Am Bug zeigt sich ein einzigartiger diagonaler Schnitt, der weit mehr als ein Design­kniff ist. Die Konstrukteure von Lateral berechneten die Kante als Spritzwasserschutz bei bis zu 20 Knoten Fahrt. Innen machte Molly Isaksen die Vorgaben. Die Interiordesignerin aus Beverly Hills hat bis auf die Oceanco „Seven Seas“ keine Yachting-Referenzen vorzuweisen. Mit Y721 arbeitet Oceanco an einem 127 Meter langen Segler mit konventionellem Schonerrigg, der für Jeff Bezos bestimmt sein soll. An zwei weiteren 100-Meter-plus-Projekten wird in Zwijndrecht geschweißt, zehn Kilometer flussabwärts vom Alblasserdamer Stammsitz.

Guy Fleury Photography Y720: Die scharfen Linien des 109-Meter-Baus lieferte Sinot. Das Interior gestaltete Molly Isaksen, die als ihre einzige Yachting-Referenz die Oceanco „Seven Seas“ vorzuweisen hat.

Themen: Espen ØinoOceancoSander SinotSinot


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