Nobiskrug ist insolvent Nobiskrug ist insolvent Nobiskrug ist insolvent

Nobiskrug ist insolvent

  • Martin Hager
 • Publiziert vor 4 Monaten

Die Rendsburger Werft beantragte nach eigenen Angaben und trotz eines gut gefüllten Auftragsbuches die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.

„Wir bauen momentan an drei Yachtneubauten mit 62, 70 und 77 Metern Länge, das 100-Meter-plus-Projekt „Phoenix“ mit der Baunummer 796 sowie zwei weitere Yachten befinden sich in der Projektphase“, erklärte Nobiskrug-Geschäftsführer Raimon Strunck noch vor wenigen Wochen, als das BOOTE EXCLUSIV-Team die Werft und das 80 Meter lange Ausnahmeprojekt „Artefact“ besuchte.

Nun heißt es in einem Pressestatement, dass jüngste Auftragsstornierungen und eine ungewisse Zukunft im Yachtbau einen Insolvenzantrag unvermeidlich gemacht hätten.

Das zur Privinvest-Gruppe gehörende Unternehmen verwies in der Mitteilung darauf, dass die Muttergesellschaft in den vergangenen Jahren rund 178 Millionen Euro in Nobiskrug investiert habe, um das laufende Geschäft zu sichern, ohne dafür eine Rendite erhalten zu haben. Weiter heißt es, das Privinvest seine zwei weiteren norddeutschen Werften German Naval Yards Kiel und die ebenfalls in Kiel ansässige Lindenau-Werft weiter unterstützen werde und das Ziel verfolgt, durch einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Weitere Angaben machte Nobiskrug nicht.

Auf der Referenzliste der Rendsburger finden sich technisch hochkomplexe Formate wie „Sailing Yacht A“ und „Artefact“, sowie richtungsweisende Neubauten à la „Tatoosh“. „Spezialyachten sind unsere Nische“ bekräftigte Nobsikrug-Geschäftsführer Raimon Strunck auch während des BOOTE EXCLUSIV-Interviews. „Bei der Nobiskrug wollen wir uns weiter durch die Art der Projekte abheben, die wir bauen. Wir haben mit den beiden spektakulären Neubauten „Sailing Yacht A“ und „Artefact“ wahrlich ein Zeichen gesetzt. Beides waren Projekte, die andere Werften aufgrund ihrer technischen Komplexität abgelehnt haben.“

Nobiskrug Nobiskrug-Geschäftsführer Raimon Strunck

Ein Insolvenzverwalter soll in den nächsten Wochen Sanierungsoptionen für die Werft erarbeiten. Der Werftbetrieb wird uneingeschränkt weitergeführt - einschließlich aktueller Yacht-Neubauten und der Abarbeitung von Reparaturaufträgen.

Nobiskrug

Themen: NobiskrugWerft


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