Nobiskrug gerettet

  • Sören Gehlhaus
 • Publiziert vor einem Jahr

Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft kaufte die insolvente Rendsburger Werft, die sich auf Yachten Marke Individualbau spezialisiert hat.

Drei Monate dauerte es, ehe Insolvenzverwalter Hendrik Gittermann einen Investor präsentierte. Der Rechtsanwalt von der Hamburger Kanzlei Reimer sagte über die Gespräche mit Werften, Privatinvestoren und Investmentgesellschaften : „Das Interesse am Rendsburger Traditionsunternehmen war gewaltig.“ Die norddeutschen Werften ergänzen sich gut: Nobiskrug punktet mit Trockendocks und Ausrüstungskompetenz, die FSG ist bekannt für hochwertigen Metallbau. So werden Nobiskrug-Neubauten künftig in Flensburg auf Kiel gelegt. FSG-Eigen­tümerin ist die niederländische Tennor Holding von Lars Windhorst, der in jungen Jahren als Wirtschafts-Wunderkind gefeiert wurde und dem die 68-Meter-Lürssen „Global“ gehört. Windhorst über den Kauf: „Mit Nobiskrug erhalten wir Zugang zum attraktiven Wachstumsmarkt Superyachtbau. Die renommierte Werft steht wie nur weni­ge andere für innovativen und ökologisch anspruchsvollen Individualschiffbau.“ FSG-Geschäftsführer Philipp Maracke steht beiden Werften vor. Laut Insolvenzverwalter bleiben nahezu alle der 330 Schiffbau-Arbeits- und Ausbildungsplätze erhalten, laufende Projekte werden fortgeführt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Jeff Brown Wieder auf Kurs: Alle Projekte werden fortgeführt. Die 77 Meter lange „Black Shark“ soll 2022 ablegen.

Themen: NobiskrugRendsburg


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