Schanzkleider adé

  • Sören Gehlhaus
 • Publiziert vor einem Jahr

Feadships neueste 94 Meter setzen auf vollverglaste Aufbauten, effiziente Bordsysteme und Hybridantrieb. Gewassert wurde Projekt 817 bei Royal van Lent in Kaag.

Die Abmessungen von Projekt 817 sind eng verknüpft mit dem Bauplatz im Süden der Niederlande: 94 Meter beträgt die maximale Yachtlänge, die in den Hallen in Kaag entstehen kann. Und die Breite von 14 Metern liegt knapp unter dem Maximalmaß, um noch über Wasserwege die Nordsee zu erreichen. An gleicher Stelle fertigte Van Lent „Lady S“. Der große Unterschied zu den 93 Metern: ein Hybrid-Antrieb, der ganz im Zeichen der Effizienz steht. Der 817-Eigner, der laut Werft „in den letzten Jahren sämtliche auf dem Markt befindliche Feadships charterte“ möchte mit seinem 94 Meter langen Stahl-Alu-Format die Umwelt in etwa auf demselben Niveau belasten wie mit seiner 32 Meter kürzeren Vorgängerin, auch von Feadship geliefert.

Dieselelektrisch soll sich Projekt 817 mit zwölf Knoten Reisegeschwindigkeit und mit bis zu 20 Knoten Topspeed fortbewegen. Eine große Batteriebank sichert die optimale Auslastung der Generatoren und ein stabiles Bordnetz. Aufgrund der großen raumhohen Fensterflächen – auf Schanzkleider verzichten die Aufbauten gänzlich – floss viel Entwicklungsarbeit in den ökologisch effizienten Betrieb der Klimaanlage. Der erste Ingenieur kann zudem auf Wärmerückgewinnung zurückgreifen.

Projekt 817 verzichtet auf eine feste Badeplattform, zeigt aber vier Rumpfluken – die des großen Tenders ist die längste, die Feadship je integriert hat. Das Exterior arbeiteten das zu Feadship gehörende Studio De Voogt und das niederländische Büro Azure aus. Im Interior kommen Raumentwürfe von Peter Marino zum Tragen. Der New Yorker Architekt, der in der Öffentlichkeit stets in Lederkluft auftritt, gestaltete bereits die erste 100-Meter-Feadship „Symphony“ oder „T.M. Blue One“ des Modeschöpfers Valentino Garavani.

Themen: Azure Naval ArchitectsAzure Yacht DesignFeadshipFeadship De VoogtRoyal van Lent


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