Kernreaktor als Energiequelle

  • Sören Gehlhaus
 • Publiziert vor 3 Monaten

Auf der 300 Meter langen „Earth 300“ sollen 405 Personen schlafen. Die Glaskugel ist für Laboratorien reserviert, ein Flüssigsalzreaktor liefert die Energie.

Iddes Yachts zeigt, dass es auch anders geht. Oder gehen kann? Für die realistische Umsetzbarkeit von „Earth 300“ bürgt jedenfalls Iddes-Gründer Iván Salas Jefferson. Der spanische Konstrukteur ist Designer und Projektmanager zugleich. Außerdem ist „Earth 300“ auch der Name einer Bewegung um den in Singapur ansässigen Unter­nehmer Aaron Olivera, die von der Natur lernen und sie verteidigen möchte. Ähnliche Ziele hat sich Kjell Inge Røkke mit „REV Ocean“ gesteckt – die 300 Meter zeigen sich aber futuristischer im Design und experimentierfreudiger im Antrieb. Die Energie des 46 Meter breiten und 60 Meter hohen Forschungsschiffes soll ein Flüssigsalzreaktor liefern, ein Kernreaktor, der mit dem schwach radioaktiven Metall Thorium betrieben wird. Die nachhaltige Technologie wurde seit den 1950er-Jahren im kleinen Maßstab erprobt und schließt die Gefahr einer Kernschmelze aus. An Bord von „Earth 300“ finden 22 Labore, 200 Wissenschaftler und 40 Gäste sowie 165 Besatzungsmitglieder Platz. Die Gretchenfrage, ob es nun eine Yacht ist, stellt sich noch nicht. Für Planungen habe man bereits fünf Millionen Dollar aufgewendet, nun sollen zwischen 500 und 700 Millionen Euro eingesammelt werden.


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