„A“ verlässt Kiel

06.02.2017 Marcus Krall - Am Sonntag um 17:15 Uhr hat die 143 Meter lange „Sailing Yacht A“ ihren Bauplatz in Kiel verlassen. Ziel: angeblich der südspanische Hafen von Cartagena.

"Sailing Yacht A"
© Carl Groll
"Sailing Yacht A"

Mit der „Sailing Yacht A“ ist in den vergangenen fünf Jahren in Kiel eine der spektakulärsten Yachten der Welt entstanden. Über ihr Exterior-Design, das Dölker+Voges und Philippe Starck entwickelten, gibt es sehr geteilte Meinungen – sicher ist jedoch: Überall, wo der 143 Meter lange Gigant künftig anlegen wird, ist ihm die Aufmerksamkeit gewiss. Dafür sorgen auch die bis zu 100 Meter hohen Masten von Magma Structures, die Metallic-Lackierung oder bestimmt auch die illustre Gesellschaft, die Eigner Andrey Melnichenko an Bord einladen wird.

Am Sonntag um 17:15 Uhr hat der Nobiskrug-Bau unter der Regie ihres deutschen Kapitäns nun Kiel verlassen und Kurs auf Südspanien genommen. In Cartagena sollen angeblich die letzten Arbeiten erfolgen, bevor der Eigner die Yacht nutzen wird. Der einzige Weg aus Kiel dorthin führt zunächst über den Drodgen-Sund am Flughafen von Kopenhagen. Dort verläuft die Öresund-Verbindung als Straßentunnel und "A" kann - ohne Brücken zu unterqueren - die Ostsee verlassen. Allerdings beträgt die Tiefe des Sundes lediglich acht Meter, was auch dem Tiefgang der "A" nahe kommen soll. In den Tanks soll deshalb nur ein Mindestmaß an Diesel gebunkert sein, um den Yacht-Gigant so leicht wie eben möglich zu halten.

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