„A“ liegt „an der Kette“

19.02.2017 Marcus Krall - Die 143 Meter lange „Saling Yacht A“ ist auf ihrer Jungfernfahrt in Gibraltar gestoppt und von den Behörden festgesetzt worden. Es geht um ausstehende Zahlungen an die Bauwerft.

„Saling Yacht A“ in Gibraltar
© Romero/theyachtphoto
„Saling Yacht A“ in Gibraltar

Eigentlich war alles durchgeplant: Von Kiel über das norwegische Kristiansand kommend, sollte die „Sailing Yacht A“ auf ihrer Jungfernfahrt nur zum Tanken in Gibraltar anlegen und dann ins spanische Cartagena weiter fahren, wo sie für die finale Übergabe an Eigner Andrey Melnichenko vorbereitet werden sollte. Doch es kam alles anders.

„Saling Yacht A“ in Gibraltar
© Romero/theyachtphoto
„Saling Yacht A“ in Gibraltar

Die mit 143 Metern Länge weltgrößte Segelyacht der Welt wurde wenige Stunden nach dem Eintreffen in Gibraltar festgesetzt, quasi „an die Kette gelegt“. Initiatoren waren Anwälte der Bauwerft Nobiskrug, es geht laut „Gibraltar Chronicle“, einer örtlichen Tageszeitung, um „Vertragsbruch“ ausstehende Zahlungen von 15,3 Millionen Euro. Ein Sprecher der Yacht sagte dem Chronicle: „Solche Restzahlungen, über die diskutiert wird, sind bei einem Projekt dieser Größenordnung nichts Ungewöhnliches. Die Summe wurde bereits auf ein Treuhandkonto eingezahlt, es gibt jedoch noch Details, die diskutiert werden müssen.“

„Saling Yacht A“ in Gibraltar
© Romero/theyachtphoto
„Saling Yacht A“ in Gibraltar

Diese Details werden hinter vorgehaltener Hand als „nicht wie vereinbart erbrachte Leistungen“ beschrieben. Dass die „Sailing Yacht A“ ihren Bauplatz verlässt, um kurz darauf eine andere Werft anzusteuern, könnte eine Bestätigung sein. Kein Geheimnis ist, dass sich Eignervertretung und Nobiskrug in letzter Zeit nicht immer einig waren. Laut Informationen von BOOTE EXCLUSIV soll die Yacht Gibraltar übrigens am Mittwoch verlassen können.

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