Spielzeug-Träger

03.01.2017 Marcus Krall - „Fast & Furious“ heißt der neue Versorger von Damen Shipyards. Er nimmt Helikopter, U-Boote und Tender mit auf Reisen. Jungen, abenteuerlus­tigen Eignern mag er gar als Erstyacht reichen.

Fast&Furious
© Damen Shipyards
Fast&Furious

Der Trend zu sogenannten Shadow-Yachten ist nicht ganz neu. Seit rund zehn Jahren lassen manche Eigner ihren Yachten Versorgungsschiffe folgen, die große Tender, U-Boote oder sonstige Ausrüstung transportieren, die unbedingt mit auf Reisen müssen, aber nicht auf das Mutterschiff passen. Prominente Beispiele heißen etwa "Al Said" (155 m), der die 164 Meter lange "Fulk Al Salamah" folgt – sie soll beispielsweise zehn
Autos in der Lazarette parken –, oder "Ace" (87 m), die von der 67 Meter langen "Garçon" unterstützt wird. Allerdings: So imposant diese Konvois auch sein mögen, so scheu geben sich ihre Eigner. Veröffentlichungen oder fremde Besucher? Nein, danke.
"Das machte uns den Verkauf nicht eben leichter", sagt auch Victor Caminada von Amels, dessen Mutterkonzern Damen, eines der größten Werftkonglomerate der Welt, etwa "Garçon" geliefert hat, aber auch die sehr bauähnlichen "Umbra" und "Pursuit", "Intrepid" oder "6711". Seit rund sechs Jahren sind Amels und Damen als Marktführer in diesem Nischenmarkt aktiv, in dem Offshore-Versorger und Coast Guard-Schiffe für den Yachtmarkt angepasst und ausgerüstet werden. Mangels eines Vorzeigeobjekts machten die Niederländer im vergangenen Sommer nun die berühmten Nägel mit Köpfen und lieferten "Fast & Furious" aus, einen Show-Versorger ohne Eigner, der auf den Messen in Monaco und Fort Lauderdale potenziellen Kunden präsentiert wurde. Während er sich im Fürstentum dem allgemeinen Trubel und Neuheiten-Hype etwas unterordnen musste, fällt er unter der Sonne Floridas stark auf.
Allein der Kran an Deck ist ein Statement – er ragt 19 Meter (!) in die Höhe und besitzt im ausgefahrenen Zustand die Kapazität, maximal 5,5 Tonnen zu heben.

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