Mit Nummer fünf auf großer Fahrt

30.10.2012 Marcus Krall - Die 61 Meter lange „Lady Kathryn V“ lieferte Lürssen an Eigner mit ausführlicher Yachterfahrung. Adam Lay sorgte für das Interieur des Øino-Designs. Jack Phillips dekorierte.

„Lady Kathryn V“
© Jordan/Lürssen
„Lady Kathryn V“

Es war nicht das erste Mal, dass die Eigner der „Lady Kathryn V“ eine Order plazierten, was unschwer an der Bezeichnung „V“ zu erkennen ist. Für die Eigner bedeutet die Lürssen im 60-Meter-Format und Espen-Øino-Design ein Upgrade gegenüber ihrer vorherigen Yacht. Lürssen lieferte eine voluminöse Konstruktion mit schwungvollen Linien, die darin ganz ihren Vorgängerinnen und Schwestern „Solemates“ (Heft 3/11) und „Arkley“ (Heft 4/10) entspricht.
„Mit erfahrenen Eignern, die wissen, was sie wollen, bereitet die Zusammen-arbeit stets Vergnügen“, versichert Adam Lay, der Interieur-Designer der „Lady Kathryn V“. Lay, mit seinem Studio im südenglischen Hampshire zu Hause, entwickelte die Einrichtung in enger Zusammenarbeit mit der vierköpfigen Eignerfamilie. Er lieferte wiederholt stets präzisere Zeichnungen, auf denen bis ins Detail zu erkennen war, wo sich die Stauräume befinden, speziell die Aufbewahrungsorte für Tischwäsche, Porzellan, Gläser und Bestecke.
Die Eigner nahmen an den Planungen akribisch teil. Sie besuchten regelmäßig die Werft in Bardenfleth und die Innenausbau-Werkstätten in Dubai und ließen sich auch durch die anstrengenden Reisen aus ihrem Heimatort davon nicht abschrecken. Und dieses Engagement, so Lay, sei beim Ergebnis auch zu sehen. Wie fast alle Innenarchitekten der Branche besuchte Lay die Eigner in ihrem Zuhause, um sich mit ihrer Lebensweise vertraut zu machen. Dort stellte er fest, dass es sich um leidenschaftliche Kenner von Möbeln, Beleuchtungen, außergewöhnlichen Ausstattungen und Kunstobjekten handelt, die sich mit dem Who’s who des klassischen Mobiliars eingerichtet haben. Der warme Ton von Obsthölzern würde auf der „Lady“ also eine Rolle spielen müssen, so entschied man bereits im frühen Stadium der Überlegungen. Der Chippendale-Stil würde in ausgesuchten Layout-Abschnitten wie dem Speiseraum und der Eignersuite vorherrschend sein. Walnuss und Eiche regieren die Atmosphäre. Detailliert ausgeführte Säulenknäufe und Paneele aus Anegre-Furnier, die zu den Büchern passen, Inlays aus Walnuss und Esche samt Ahornprofilen harmonieren mit Stoffen, die einen legeren und weniger formellen Eindruck hinterlassen.

Den kompletten Text lesen Sie in BOOTE EXCLUSIV 6/12.

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