Benetti: "Diamonds Are Forever"

11.07.2012 Diane M. Byrne - John Staluppi war ein Speed-Freak. Jetzt denkt er anders. Die 61 Meter lange Benetti „Diamonds Are Forever“ beruhigt die Nerven. Charter willkommen.

"Diamonds Are Forever"
© Bugsy Gedlek
"Diamonds Are Forever"

Er ist wieder da. Dieser Satz, stets benutzt bei einer weiteren Premiere seines Kinohelden, trifft auch immer wieder auf John Staluppi zu. Staluppi, ein James-Bond-Fan, wie es wohl kaum einen zweiten gibt, taufte sein jüngstes Projekt konsequent nach dem Titel eines Bondfilms aus dem Jahre 1971: „Diamonds Are Forever“ nannten er und seine Frau Jeanette die 61 Meter lange Benetti.

Wer die Branche ein paar Jahre länger kennt, erinnert sich an Staluppis erste Bond-Abenteuer, an „Octopussy“ (Heesen 1987, 53 Knoten), an „Moonraker“ (1992, 66 Knoten) oder die späteren Racer wie „The World Is Not Enough“ (Staluppis eigene Marke Millennium, 2004, 68 Knoten).

Der Speed-Fan Staluppi, dem man nachsagt, er sei dazu geboren, Yachten zu bauen, wie Sean Connery nur auf die Welt kam, um James Bond zu werden, änderte jedoch sein Konzept. Man kommt in die Jahre. Sie seien es leid, so ließen John und Jeanette wissen, beim Entwurf stets Angst vor dem Gewicht der Betten und Tische haben zu müssen. Das war eine strategische Entscheidung. Die Staluppis fanden zu Verdrängern, zu „Casino Royale“ (Christensen 2008, 50 Meter, 17 Knoten) und „Quantum Of Solace“ (Benetti 2001/2009, 52 Meter, 15 Knoten).

Die Nerven brauchen Ruhe

Die Benetti „Diamonds Are Forever“ setzt jetzt dieses Konzept der beruhigten Nerven fort. Er wolle mehr Bequemlichkeit genießen, in Ruhe reisen. Darum habe er jetzt auch ein Gym, einen Schönheitssalon, einen Massage-raum und eine Sauna an Bord genommen. Das sei damals bei Projekten für 60 Knoten nicht möglich gewesen.

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