Aus einem Guss

19.12.2016 Marcus Krall - In ihrem sechsten Jahr bringt die Werft Monte Carlo Yachts ihre sechste Neuheit. Die MCY80 füllt eine Lücke und fügt sich nahtlos ins Portfolio.

Monte Carlo Yachts 80
© Werft
Monte Carlo Yachts 80

Erst sechs Jahre sind vergangen seit der Markteinführung von  Monte Carlo Yachts. Was die Werftchefin Carla Demaria in dieser Zeit geschaffen hat, ist beeindruckend. Die zur französischen Bénéteau-Gruppe
gehörenden Yachtbauer mit Hallen im italienischen Monfalcone wuchsen zu einem
Global Player im hart umkämpften Markt der Semi-Custom-Halbgleiter – eine 400-köpfige Belegschaft stellt heute pro Jahr rund 35 Yachtneubauten fertig. Das Vertrauen von Eignern und potenziellen Kunden in die Marke und gelieferte Qualität ist erstaunlich – neue Modelle werden regelmäßig ausschließlich basierend auf Zeichnungen und Renderings geordert. Wer sich zeitnah eine MCY-Neuheit wünscht, der muss schnell sein.
"Unser Orderbuch listet bereits vier MCY80-Bestellungen, obwohl der knapp 25 Meter lange Halbgleiter erst hier auf dem Cannes Yachting Festival Weltpremiere feiert", erzählte Marketing-Manager Federico Peruccio vor dem neuen Flybridge-Format im Vieux Port.
Was ist das Erfolgsrezept? Liegt es an der gleichen DNA der mittlerweile sechs unterschiedlich langen Modelle? An der Unverwechselbarkeit? "Sicher spielt das auffällige und unverkennbare Styling unserer Yachten eine entscheidende Rolle", so Peruccio. Alle Monte-Carlo-Yachts-Modelle eint ein hohes Freibord, eine elegant geschwungene Deckslinie und zwei scheinbar miteinander verschmolzene runde Rumpffenster. Selten blieben sich Designer beim Exterior-Styling einer kompletten Yachtlinie so treu wie das venezianische Gestalter-Duo Dan Lenard und Carlo Nuvolari.

Monte Carlo Yachts 80
© Werft
Monte Carlo Yachts 80


"Wir haben regen Kontakt zu unseren Kunden, und aus zahlreichen Gesprächen hörten wir heraus, dass ein Modell in unserem Angebot fehlte, eine Yacht, die vom Platzangebot und Layout genau zwischen der 23 Meter langen MCY76 und der drei Meter längeren MCY86 liegt", berichtet Carla Demaria. Um sich von der Konkurrenz abzuheben, tüftelte das Designteam gemeinsam mit der Werft an einer Raumaufteilung, die dem MCY80-Eigner und seinen Gästen ein Interior-Volumen bietet, wie es sonst eher auf deutlich größeren Formaten zu finden ist. Um das zu erreichen, verbannten die Konstrukteure die Galley vom Hauptdeck auf ein tiefer gelegtes Zwischendeck backbords vom Steuerstand. So bleibt für den hellen Salon mit angrenzendem Speisebereich eine stattliche Fläche von 30 Quadratmetern. Eine Schiebetür achtern der Brücke ermöglicht zudem die räumliche Abgrenzung der Crew­arbeitsbereiche.

Monte Carlo Yachts 80
© Werft
Monte Carlo Yachts 80


"Besonders unsere asiatischen Kunden schätzen diese Option sehr, da sie viel Privatsphäre garantiert", sagt Carla Demaria. Für zusätzlichen Raum auf dem Hauptdeck sorgt die Einsparung einer Tagestoilette. Gäste nutzen unter Fahrt und vor Anker das Badezimmer der Steuerbord-Gästekabine, die dank einer zweiten Tür auch von der Treppe auf das Unterdeck zu erreichen ist. Für allzu beleibte Yachtfreunde ist diese Nasszelle dank der XXS-Maße jedoch nicht geeignet. Eigner und Gäste wohnen an Bord der MCY80 in einem bewährten Unterdeckslayout: im Bug die VIPs, dahinter vier Gäste in eher übersichtlichen Kabinen und in der Mitte der Eigner. Ihm steht eine über die gesamte Breite reichende Suite zur Verfügung, die dank zweier großer runder Rumpffenster mit Tageslicht geflutet wird, Meerblick aus dem Queensize-Bett inklusive. Wie im gesamten Interior dominieren auch hier warme und dezente Naturtöne, mit Stoffen, die überwiegend aus den Kollektionen von Armani, Rubelli und Hermès stammen. Hier hat natürlich jeder Eigner seine eigenen Präferenzen und mit den Dekor-Profis der Werft ein Team an der Hand, das nahezu jeden erdenklichen Wunsch erfüllt.
Der Crewbereich bestehend aus zwei Kammern, einem gemeinsamen WC und kompakter Messe liegt achtern der Eignersuite und vor dem Motorenraum, in dem zwei MAN-Aggregate mit wahlweise je 1155 oder 1230 Kilowatt ihre Leistung auf die Propeller übertragen. Das kräftigere Antriebspaket beschleunigt den vollgetankt etwa 63 Tonnen verdrängenden Halbgleiter auf maximal 30 Knoten, am komfortabelsten reist es sich allerdings mit einem Cruisingspeed von knapp über 20 Knoten. "Ein großer Tender steht auf der Wunschliste vieler Eigner", verrät Federico Peruccio. "Darum investierten wir viel Zeit in die Optimierung der Lazarette." Das Resultat ist eine für diese Yachtgröße unvergleichlich große Heckgarage mit Stellplatz für einen bis zu 3,85 Meter langen Jet-Tender. Mehr Platz für Tender und Toys bietet natürlich die Fly, die jedoch mit ihrer smarten Aufteilung und eleganten Möbel­auswahl dafür viel zu schade ist.

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