Das BMW Oracle-Team des amerikanischen Software-Moguls Larry Ellison konnte sich in zwei Wettfahrten klar gegen den Schweizer Titelverteidiger Alinghi durchsetzen und holt die älteste Sporttrophäe der Welt erstmals seit 1992 wieder in die Vereinigten Staaten.
Alinghi ist entthront. Nachdem die lange erwarteten Wettfahrten aufgrund der Windverhältnisse vor Valencia mehrfach verschoben werden mussten, konnten die beiden rivalisierenden Segelteams am Freitagnachmittag endlich erstmals Segel setzen, um sich auf dem 20 Seemeilen langen Regattakurs zu messen. Nach einer spannenden Startphase zeigte sich bei leichten Winden schnell die Dominanz des Trimarans gegenüber dem Alinghi-Katamaran und so überquerte das „USA“ getaufte BMW Oracle-Geschoss mit Steuermann James Spithill und Teamchef Russell Coutts mit 3800 Meter Vorsprung die Ziellinie. Alinghi deklassiert - ein herber Schlag für das von Ernesto Bertarelli geführte Schweizer Syndikat.
Auch das mit Spannung erwartete zweite Rennen startete am Sonntag aufgrund des schwachen Windes nicht planmäßig, sondern mit fünfstündiger Verspätung. Bei Windgeschwindigkeiten von sechs bis acht Knoten rauschten die leichten Segelmaschinen mit mehr als 20 Knoten über die Startlinie. Auch auf den etwa 40 Seemeilen der zweiten Wettfahrt zeigte sich die Überlegenheit der Amerikaner. 5:26 Minuten vor Alinghi kreuzten Larry Ellison und seine „USA“ die Ziellinie.
Damit siegt ein amerikanisches Team zum 28. Mal in der Geschichte des wichtigsten Segel-Events der Welt. Die silberne Kanne geht erstmals seit 1992 wieder in die USA.