Ein schwerer Gegner

17.09.2012 Marcus Krall - Die serbische Werft Art of Kinetik produziert mit der „Antagonist“ eine Mischung aus Dayboat und Tender.

Antagonist von Art of Kinetik
© Art of Kinetik
Antagonist von Art of Kinetik

„Bitte nicht so schnell“, mahnt unse­re Begleitung, die Angst um ihren Rücken hat. Doch die Sorge ist unbegründet. Zum einen ist das Testrevier, die Bucht von Kotor, fast immer frei von Wellen, zum anderen bewegen wir gerade fast neun Tonnen auf 11,40 Metern Länge durchs Wasser. Die „Antagonist“, die übersetzt „Gegner“ oder „Widersacher“ heißen würde, schneidet sprichwörtlich das Wasser wie das Messer die warme Butter.
Der Drehzahlmesser bewegt sich nun stetig nach rechts. Bei 2000 U/min überschreiten wir die 10-Knoten-Marke, bei knapp 3000 U/min sind es 15 Knoten und bei 3500 U/min dann, in satter Gleitfahrt, schon 34 Knoten. Bis 3800 U/min drehen die je 275 kW starken Yanmar-Diesel (8LV-370), die „Antagonist“ ist nun mit 40 Knoten unterwegs und verbraucht 145 Liter pro Stunde.
Das neue Dayboat der serbischen Werft Art of Kinetik folgt in Sachen Leistung, Konstruktion und Design dabei
seiner größeren Schwester, der knapp 20 Meter langen „Hedonist“ (s. Heft 1/11). Mit ihr stellte die Werft aus Belgrad vor knapp drei Jahren ihr eigenwilliges Konzept vor: Boote vom Balkan, aus Mahagoni gebaut und mit einem martialischen Design, das viele Männerherzen höherschlagen lässt; knapp 60 Angestellte beschäftigt Werftmanager Nikola Jancevski dafür mittlerweile schon: „Die Eigner haben gewartet, ob wir am Markt bestehen. Jetzt produzieren wir sogar schon für eine große Heesen die Tender.“
Diese erste „Antagonist“ hingegen wird von ihrem Eigner als Shuttle zwischen den Hotspots der Bucht von Kotor genutzt. An Bord ist ausreichend Platz für sieben Passagiere, die im Bug sogar auf eine klimatisierte Schlupfkabine samt Dusche zurückgreifen können. Sonnenschutz spendet bei Bedarf ein extrem UV-abweisendes Segel, das selbst bei Vollspeed fest verzurrt bleibt; und in der Marina hat uns beim Ablegen Yanmars Easy Operating System sehr überzeugt. Verhaltene Kritik üben wir an der Verwendung von etwas zu viel Edelstahl im Cockpit (heiß, blendend) sowie an der eingeschränkten Sicht aus dem Beifahrersitz.   

Antagonist von Art of Kinetik
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